zurück

 
      Methanol


Methanol (CH3OH) ist ein einwertiger Alkohol, der dem Ethanol (Trinkalkohol) chemisch sehr ähnlich ist.Die Energiedichte hat für diesen Brennstoff den Wert 5.6kWh/kg oder 4.4kWh/l und liegt damit bei etwa der Hälfte derjenigen des Benzins. Methanol ist bis zu einer Temperatur von 65oC flüssig, kann also - ähnlich wie Benzin - in einfachen Tanks gelagert werden.
  
Methanol ist der einfachste, einwertige Alokohol, er besitzt nur eine OH-Gruppe, bzw. Hydroxy-Gruppe. Er ist leicht brennbar, mit Luft bilden sich explosionsfähige Gemische (s.o.). Aufgrund der Polarität der Hydroxy-Gruppe ist Methanol sehr gut wasserlöslich, wobei er Benzin nicht löst (vgl. mit Ethanol). Er verbrennt mit bläulicher Flamme zu Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf.  
  
Methanol lässt sich zu Formaldehyd (Methanal) oder Ameisensäure (Methansäure) oxidieren, z.B. mit Kupferoxid. Mit Ammoniak (NH3) erhält man Methylamin (CH3-NH2), einen wichtigen Rohstoff zur Herstellung von Farnstpffem, Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln:  
  
CH3-OH + NH3 ---Druck, 400 °C, Al2O3---> CH3-NH2 + H2O

 

Herstellung:  
Früher wurde Methanol durch die trockene Destillation von Holz gewonnen. Im Holzdestillat befanden sich ca. 1,5 - 3 % Methanol, 10 % Essigsäure, 0,5 % Aceton, Essigsäuremethylester, Acetaldehyd, Holzteer und ein Gasgemisch aus Wasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Ethen. Heute erfolgt die Gewinnung hauptsächlich in einer exothermen Gleichgewichtsreaktion aus Synthesegas bei 400°C und 200 bar mit Hilfe eines ZnO/Cr2O3-Katalysators:  
  
CO + 2 H2   CH3OH   DHR = -119 kJ/mol 

 

Verwendung:  
Herstellung von Formaldehyd (Methanal), Methylamin (s.o.) und Ether, sowie andere organische Produkte; als Lösungsmittel für Lacke und Firnisse; als Treibstoff und Benzinersatz oder früher als Raketentreibstoff; zur Füllung von Brennstoffzellen. 
 

 

 

 

       Ethanol  

Ethanol ist eine leichtentzündliche, hygroskopische (wasseranziehende) Flüssigkeit, die mit schwach leuchtender Flamme mit dem Luftsauerstoff zu Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf verbrennt. Der Alkohol ist gut wasserlöslich und löst auch die meisten anderen organischen Lösungsmittel. Bei der Mischung mit Wasser kommt es zur Volumenkontraktion und einer Wärmeentwicklung. 52 Volumenteile Ethanol und 48 Volumenteile Wasser ergeben nicht 100, sondern nur 96,3 Volumenteile der Mischung. 

 

 

70820 Isopropanol, 2-Propanol, iso-Propylalkohol



         Isopropanol

Farblose, nach Ethylalkohol riechende Flüssigkeit. Bildet mit 12,1% Wasser ein bei 80,37° konstant siedendes Gemisch. Mit Wasser ist Isopropanol beliebig mischbar und in Alkohol und Äther löslich.

Isopropanol wird technisch durch katalytische Reduktion von Aceton gewonnen oder aus dem Propylen der Crackgase von Petroleumraffineirien dargestellt. Isopropanol zeigt in seinem Verhalten grosse Ähnlichkeit mit Ethylalkohol und findet eine ziemlich umfangreiche Verwendung bei org. Synthesen, Desinfektionsarbeiten, Extraktion von Blütendüften, bei der Herstellung von Seifen, Parfüms, Haarwässern, Spritlacken, Polituren usw. Er eignet sich auch als Ersatz für Ethylalkohol in der mikroskop. Technik, ferner als Frostschutzmittel, Lösungsmittel für ätherische Öle, Wachse und Ester, als Entwässerungsmaterial für Nitrocellulose, zur Trocknung und Konservierung tierischer und pflanzlicher Stoffe.

Formel: CH3 CH (CH3) OH
Symbole: F = entzündlich
  Xn = reizend
Synonyme: Iso-Propylalkohol, Propanol-2, sekundärer Propylalkohol, "Persprit", "Petrohol", "Petrosol"
Erscheinungsbild: Farblose Flüssigkeit mit scharfem Geruch
MAK-Wert: 400 ppm
Eigenschaften:
Schnell verdunstende, brennbare Flüssigkeit mit leicht entzündlichen Dämpfen. Die Dämpfe sind schwerer als Luft. Entzündung durch heisse Oberflächen Funken oder offene Flammen.
Gefahren für die Gesundheit:
Die Dämpfe wirken betäubend, bei guter Lüftung sind sie jedoch relativ ungefährlich. Kontakt mit der Flüssigkeit verursacht Reizungen der Augen und Schleimhäute.
Bemerkungen: Mischt sich vollständig mit Wasser. Ist in grossen Mengen wassergefährdend.

 

 

          Nitromethan

Eine NO2-Verbindung, die als Treibstoff eine außergewöhnliche harte und explosive Verbrennung bringt. Nitromethan darf dem Treibstoff nur in den Top-Klassen COMP-BIKE und TOP FUEL beigemischt werden, Gegenüber dem reinen Methanol bringt Nitromethan bei den Acht-Liter-Kompressor- Motoren eine Leistungssteigerung von 2000 PS

Nitromethan ist ein farblose, viskose, stechend riechende, leicht entzündliche Flüssigkeit mit dem Schmelzpunkt von -29° C und Siedepunkt von 100,8° C. Die Dämpfe wirken auf das Zentralnervensystem, längere Exposition oder Verschlucken führt zu Leber- und Nierenschäden. Nitromethan ist nur wenig mit Wasser mischbar.

Herstellung
Im Labor liefert die Reaktion von Brommethan mit Silbernitrit das Nitromethan.

Verwendung
Nitromethan wird als Lösungsmittel für die Spektroskopie und HPLC, zur Herstellung von Raketentreibstoffen, Explosivstoffen Insektiziden und als Zusatz für Motorkraftstoffe verwendet.


Die aufgeführten Texte dienen zur allgemeinen Information. Alle Angaben ohne Gewähr.